Startschuss für den Spaßpark für alle

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07.06.2019 12:46

Offizieller Spatenstich für das Funpark-Projekt in Oberriexingen – Modellierung der Pumptrack-Bahn soll am Dienstag starten

Dort, wo jetzt Erde liegt, soll der Kletterspielplatz locken. Und schon Ende Juni könnten die Fans eines sogenannten Pumptracks in Oberriexingen Fahrspaß genießen. Die Bahn, so wie der gesamte Funpark, ist aber nicht nur was für junge Sportler.

Oberriexingen. Sein Sohn sei in Bietigheim schon im zarten Alter von drei Jahren auf dem Pumptrack gefahren, sagte Oberriexingens Bürgermeister Frank Wittendorfer gestern kurz vor dem Spatenstich für den Funpark beim Kleintierzüchterheim. Die spezielle Bahn soll mit Kurven und Wellen für alle Altersklassen Fahrspaß bieten, betonte der Oberriexinger Bürgermeister. Zusammen mit dem benachbarten Kinderspielplatz, der vermutlich im Herbst fertig sein wird, bildet die Bahn das Funpark-Projekt. Rund 221?000 Euro wird alles zusammen voraussichtlich kosten, davon werden rund 76?000 Euro durch Spenden gestemmt.

Rekordverdächtig sei von Anfang an die Beteiligung der Spendenfreudigen beim Crowdfunding-Portal der VR-Bank Asperg-Markgröningen gewesen. Innerhalb von drei Tagen hätten sich dort 100 Unterstützer gemeldet und die 10?000 Euro, die von der Bank verdoppelt werden, seien auch schnell erreicht gewesen, sagte Wittendorfer. Klaus Schönthaler vom Vorstand der Bank meldete einen Spendenstand von 25?889 Euro und überreichte den Symbolscheck über 10?000 Euro. „Herzlichen Dank an alle Sponsoren“, sagte der Bürgermeister. Hierzu zähle auch der Verband Region Stuttgart, der sich mit 50?000 Euro Fördermittel vom Enztalradweg beteiligt. Denn der Funpark soll eine Raststation des Radwegs werden. Hierfür wird die Stadt den Feldweg Schuhklinge als Verbindung sanieren. Schon vor rund fünf Jahren habe sich die Elterninitiative in Oberriexingen dafür stark gemacht, mehr für die Kinder zu tun und eine Freizeitanlage zu bauen, sagte Wittendorfer vor den Gästen. Dann sei es still geworden um das Thema, das schließlich vor gut zwei Jahren wieder auf den Tisch kam. Vor allem für die 600 Oberriexinger im Alter zwischen null und 18 Jahren ist der Funpark gedacht, aber nicht nur. Davon zeugen unter anderem die Liegebänke, auf denen auch der erschöpfte Enztal-Radler sein Haupt betten und die Füße hochlegen kann. Die Granitterrasse, eine Art Tribüne, für die man sich kurzfristig noch entschieden habe, lädt jetzt schon fast zum Verweilen ein. Zu sehen gibt es allerdings erst die Fläche, die von Konrad Willar noch in den Pumptrack verwandelt werden muss. Der 36-jährige Sozialpädagoge aus Augsburg hat sein Hobby Mountainbiken vor gut fünf Jahren zum Beruf gemacht und baut nun hauptberuflich Pumptracks. Auf der rund 700 Quadratmeter großen Fläche wird die Bahn mithilfe von stark verdichtetem Schotter modelliert, obendrauf kommt eine Asphaltschicht. Die Fahrstrecke beträgt 130 Meter, die Oberfläche Asphalt 400 Quadratmeter, erklärte Willar. „Am Dienstag fangen wir an und sind hoffentlich Ende Juni fertig“, gab er als Zeitfenster an. Das Projekt sei mit ganz viel Transparenz und Bürgerbeteiligung auf den Weg gebracht worden, sagte Bürgermeister Frank Wittendorfer. Er werde von der Jugend schon dauernd gefragt, wann es denn endlich losgehe. Für die Einweihung habe sich mit Thomas Bopp der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart angemeldet. Und einen Ritterschlag erhielt der Oberriexinger Armin Schmid. Er habe noch nie einen so feinfühligen Baggerfahrer gesehen, lobte Wittendorfer.

Im Internet kann unter vrbank-am.viele-schaffen-mehr.de/neubau-funpark-oberriexingen noch bis Sonntag (9. Juni), 14.52 Uhr, gespendet werden.

 

Das Bild beim Spatenstich zeigt in der vorderen Reihe (von links): Gemeinderat Roger Hess, Klaus Schönthaler von der VR-Bank Asperg-Markgröningen, Bürgermeister Frank Wittendorfer, Pumptrack-Bauer Konrad Willar, Armin Schmid von der Firma Schmid, Meike Lischka von der Elterninitiative und Uwe Müller vom Planungsbüro KMB aus Ludwigsburg.

Text und Bild mit freundlicher Genehmigung der VKZ - Rücker

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