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Beate-Kaltschmid-Kindergarten feiert 35jähriges Jubiläum

29.07.2010: Erziehung ist nach wie vor eine Herzenssache...

 

 

„Erziehung ist nach wie vor eine Herzenssache“ Oberriexinger Kindergarten feiert 35. Geburtstag

Unter dem Motto „Wir sind Kinder einer Welt“ lud der Beate-Kaltschmid-Kindergarten am Samstag zu einem ganz besonderen Sommer- und Geburtstagsfest: 35 Jahre Kindergarten in der Eichendorffstraße wurden mit Reden, einer tollen Vorführung von rund 130 Kindern und mit thematisch passenden Workshops der einzelnen Gruppen gebührend gefeiert. Da ein Teil davon in der Großmoltenstraße untergebracht ist, konnte man mit einem Bähnle zwischen beiden Häusern hin und herpendeln.

Bürgermeister Werner Somlai rief zunächst die Ursprünge des Oberriexinger Kindergartens ins Gedächtnis. Bereits 1888 habe die Namensgeberin Beate Kaltschmid, Frau des ortsansässigen Industriellen Karl Kaltschmid, die erste Kinderschule in der Enz-Stadt und damit den ersten Kindergarten im Oberamt Vaihingen gegründet und sich stets für Kinder und Familien stark gemacht. Kindergartenträger sei bis 1974 die evangelische Kirchengemeinde gewesen, die der Stadt und der Einrichtung immer noch mit Rat und Tat und finanzieller Unterstützung zur Seite stünde. Er betonte weiter, dass jedes Kind mit seinen Bedürfnissen und Interessen einzigartig sei und man die Möglichkeiten zum Experimentieren und Entdecken durch eine ganzheitliche Erziehung schaffen wolle. „Im Beate-Kaltschmid-Kindergarten fühlen sich die Kinder angenommen und werden als Individuen gesehen. Wie sind ein Ort, an dem Kinder Freunde treffen und Spaß haben. Und Erziehung ist nach wie vor eine Herzenssache.“

Die Leiterin der Einrichtung, Karin Roos, zündete anschließend gemeinsam mit ihrem 17köpfigen Team 35 Kerzen einer großen Geburtstagstorte an. „Die erste und wichtigste Kerze steht für unsere Kinder. Denn sie sind und bleiben die wichtigsten Personen für uns“, stellte sie dabei gleich zu Beginn klar. Die weiteren Lichter wurden den Eltern, den beiden Bürgermeistern der vergangenen 35 Jahre, der Kindergarten-Fachberaterin und der evangelischen Kirchengemeinde gewidmet. Auch der Elternbeirat, die Putzfrauen und Hausmeister des Kindergartens sowie die Bauhof- und Rathausmitarbeiter wurden jeweils mit einer Kerze gewürdigt; ebenso wie die örtlichen Vereine, die Kooperation mit der Grundschule und die verschiedenen Einrichtungen, die sich um die Frühförderung der Kinder bemühen.  Karin Roos bedankte sich auch bei ihren Vorgängerinnen, den bisherigen Praktikantinnen und Krankheitsvertretungen, bevor sie alle zur Zeit im Kindergarten tätigen Erzieherinnen einzeln vorstellte und ihre besonderen Charaktereigenschaften hervorhob. Die letzte Kerze widmete sie schließlich den Zukunftsprojekten, insbesondere dem aktuellen: „Unser Beatchen ist seit Januar 2010 schwanger und wir hoffen, dass der Geburtstermin im Oktober reibungslos verläuft. Wir erwarten zwar noch ein paar Kinderkrankheiten, sind aber dennoch guter Dinge“, plauderte sie aus dem Nähkästchen. Das Baby habe auch bereits einen Namen - „Ganztagsbetreuung“.

Nach den Festreden war es dann endlich so weit: Die seit Wochen vorbereitete und aufgeregt erwartete Weltreise der Kinder konnte losgehen. Gemeinsam mit einer Mäusefamilie reisten die zahlreichen großen und kleinen Geburtstagsgäste einmal um die Erdkugel – von Europa über Asien nach Australien, dann nach Südafrika und Amerika. Sie trafen dabei lustige Zillertaler Schuhplattler, einen tanzenden Drachen, geheimnisvolle Aborigines und verrückte Fußballfans sowie Indianer und Cowboys, die zu Winnetous Klängen die Friedenspfeife miteinander rauchten - jeweils von den sieben Kindergartengruppen und deren Erzieherinnen dargestellt. Zurück in Europa gab es schließlich noch einen musikalischen Beitrag in mehreren Sprachen, bevor schließlich alle gemeinsam das Schlusslied „Wir sind Kinder einer Welt“ zum Besten gaben.

(Mit freundlicher Genehmigung der VKZ)

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